Flughafen Paderborn – eine längere Kurzgeschichte Teil 2

Der Flughafen Paderborn kann beschrieben werden als große Industriehalle mit einem Counter, der zugleich ein Kiosk ist. Die Anzeige der Flüge ist aber professionell und mein Flug nach München soll pünktlich stattfinden. Das Wetter ist inzwischen sonnig und trocken. In 10 Min soll der Flug starten. Es tut sich aber rein gar nichts. Alle anderen Fluggäste sitzen ruhig im Wartebereich. Na gut, wird hier nichts besonderes sein, wenn sich ein Flug verspätet… Die Anzeige gibt keine neuen Informationen her. Langsam werde ich nervös. Ich gehe zum Kiosk und frage mal nach. Ja, der Flug wird sich verspäten. In München schneit es und es gibt keinen Landeslot für den Flieger aus Paderborn. Der Flug verschiebt sich immer wieder. Ich informiere mich nach einem Zug nach München. Auch keine Möglichkeit…. Also warten.

Nach Stunden des Wartens, und vielen Telefonaten mit meinem Chef in Feldafing die gute Nachricht. Wir werden jetzt alle nach Frankfurt geflogen. In eine große Maschine gepackt und so Gott will, beim nächstmöglichen Slot nach München geflogen. Also jetzt in Frankfurt. Ich bin in den Flieger nach München gebucht. Kann aber noch Stunden dauern. Mit einer Zufallsbekanntschaft, einem Leidensgenossen beschließe ich, mir ein Bier zu genehmigen. Kaum steht das Bier am Tresen kommt die Durchsage: Alle Passagiere nach München sofort an Board. Boarding schließt in 5 Min. Wieder im Dauerlauf in die Maschine. Die Türe schließt direkt hinter mir, der Flieger rollt schon obwohl die Meisten noch im Gang stehen. Wir fliegen Richtung München. Der Pilot hofft, dass wir landen können. Sicher ist es nicht. Schneechaos in München.

Wir landen. Ich bin in München. Gott sei Dank. Mitternacht. Jetzt ins Auto und entspannt nach Starnberg fahren. Entspannt? Der Schnee liegt Zentimeter Hoch auf der Autobahn. Es ist nix los. Alle anderen sind Zuhause. Ich Schleiche und rutsche durch München. Komm aber voran. Nach München gleicht die Fahrbahn einer Rodelpiste. Es wird wohl nicht mehr geräumt….

Um 2 Uhr morgens erreiche ich das Tagungszentrum. Die Einfahrt liegt in einer kleinen Kurve. Ich bremse, rutsche und lande in der Wiese. Die letzten Meter, den Berg hinauf gehe ich zu Fuß. Mit Pömps.

Das war ein Tag. Ein Lieber Kollege hat vorsorglich eine Flasche Rotwein und Knabberzeug organisiert und auf mich gewartet. Der beginnende Morgen wurde dann noch sehr nett und lustig.

An diesem Tag konnte ich dann auch meine zweite Aufgabe zur Zufriedenheit aller erledigen. Nur einige Kollegen mussten Federn lassen, beim Versuch mein Auto aus den Schneemassen zu befreien. Schuld daran waren bestimmt die chicen Anzugschuhe 😂

Das war sie, eine Geschichte aus meinem Leben, die ich nie vergessen werde.

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